A Small World Cup

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Eine einzige Frage wie „Trägt die Person eine Brille?“ kann in Who Is die Hälfte aller möglichen Kandidaten auf einen Schlag aus dem Rennen werfen.

Who Is: 24 Gesichter, eine geheime Auswahl

Zu Beginn einer Runde bekommt jeder Spieler in Who Is heimlich eine von 24 Figuren zugewiesen. Ziel ist es, durch gezielte Ja-Nein-Fragen wie „Hat die Person rote Haare?“ oder „Trägt die Person eine Kopfbedeckung?“ herauszufinden, welche Figur der Gegner verdeckt hält, bevor der Gegner dasselbe bei dir schafft. Nach jeder Antwort klappst du im Kopf oder auf dem Bildschirm alle Kandidaten weg, auf die die Antwort nicht zutrifft.

Warum die Reihenfolge der Fragen über den Sieg entscheidet

Der größte Unterschied zwischen einer schnell gewonnenen und einer zäh verlorenen Runde liegt selten am Glück, sondern an der Auswahl der Fragen. Eine Frage, die im Idealfall die Hälfte aller verbleibenden Kandidaten ausschließt, bringt dich in wenigen Runden von 24 auf 12, dann auf 6, dann auf 3 oder weniger Möglichkeiten. Wer stattdessen sehr spezifische Fragen früh stellt, etwa nach einem seltenen Merkmal, das nur eine einzelne Figur betrifft, verschenkt wertvolle Eliminierungskraft und braucht am Ende deutlich mehr Runden als nötig.

  • Fragen zu häufigen Merkmalen zuerst stellen: Merkmale, die auf etwa die Hälfte der Figuren zutreffen, eliminieren am effizientesten.
  • Seltene Merkmale erst gegen Ende nutzen: Sie eignen sich besser, wenn nur noch wenige Kandidaten übrig sind.
  • Erst raten, wenn du sicher bist: Ein falscher Endtipp beendet die Runde sofort zu deinen Ungunsten, selbst wenn du vorher fast alle Fragen optimal gestellt hast.

Die Mathematik dahinter ist einfacher, als es zunächst wirkt: Wer bei jeder Frage im Idealfall genau die Hälfte der verbleibenden Kandidaten ausschließt, kommt von 24 möglichen Figuren über 12 und 6 auf 3 oder weniger, meist innerhalb von nur vier Fragerunden. Genau deshalb entscheiden erfahrene Spieler bewusst, welches Merkmal aktuell am gleichmäßigsten zwischen den übrigen Figuren verteilt ist, statt einfach die nächstbeste Frage zu stellen, die ihnen gerade einfällt.

Kann man Who Is auch gegen einen einzelnen Mitspieler am selben Gerät spielen?

Ja, neben Fernduellen über einen Raumcode lässt sich das Spiel auch im Pass-and-Play-Modus an einem gemeinsamen Bildschirm spielen, bei dem sich die Spieler abwechseln.

Am Ende gewinnt in Who Is nicht, wer die meisten Fragen stellt, sondern wer mit jeder einzelnen Frage die größte Anzahl an Kandidaten gleichzeitig ausschließt.